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Die Azoren: Im Reich der Wale und Delfine
Die Azoren (portugiesisch Ilhas dos Acores, "Habichtsinseln") sind neun vulkanische Inseln, die etwa 3600 km östlich von Nordamerika und 1500 Kilometer westlich vom europäischen Festland auf der Höhe Portugals liegen. Als autonome Region Portugals sind die Azoren mit einer Fläche von 2334 Quadratkilometer Teil der Europäischen Union.
Unterschieden werden die Ostgruppe mit Santa Maria und der Hauptinsel São Miguel (Hauptstadt Ponta Delgada), die Westgruppe mit den entlegenen Inseln Flores und Corvo sowie die Zentralgruppe mit Terceira, Graciosa, São Jorge, Faial und Pico. Letztere Insel ist 42 Kilometer lang und 15 Kilometer breit. Die rund 16.000 Einwohner (Stand 2008) verteilen sich mehrheitlich auf die Küstenstädtchen Madalena, São Roque und Lajes do Pico.
Erleben Sie mit Pico Sport die Schönheit dieser Inselgruppe. Tauchen Sie ein in den tiefblauen Atlantik und seien Sie zu Gast im Reich der Wale und Delfine.
Natur- und Tauchreisen
![]() Pico Sport, Azoren |
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Zu Gast im Reich der Wale und Delfine
Walheimat

Beinahe als tägliche Beigabe gelten Tümmler und Gemeine Delfine, die oft genug in Schulen von 50 oder mehr Tieren gesichtet werden. Etwas seltener sind Flecken- und Streifendelfine sowie die scheuen Rundkopfdelfine. Nicht nur die kleineren Meeressäuger ziehen oft direkt unter Land vorbei. Häufig werden auch Wale wenige hundert Meter vor der Küste gesichtet.
Futterkrippe
Für diese fast einmaligen Verhältnisse sorgt auch die Topografie der Azoren im Allgemeinen und jene von Pico im Speziellen. Im Bereich der Kontinentalplatten werden kalte, nährstoffreiche Unterströmungen an die Oberfläche befördert, wo sie sich mit dem von der Sonne gewärmten Wasser vermischen und so für ein beachtliches Nährstoffangebot sorgen. Da Pico von einem besonders schmalen Schelf umgeben ist, und der Ozean oft schon drei Meilen vor der Insel mehrere tausend Meter tief ist, wird die Nahrungskette schon in unmittelbarer Küstennähe angekurbelt. Deshalb werden bei den Ausfahrten häufig auch Unechte Karettschildkröten, Mondfische, Hammerhaie, Fliegende Fische und Portugiesische Galeeren im Fahrwasser gesichtet.Und da wäre noch die Jagd nach den "Baitballs" - ein einmaliges Spektakel, bei dem Seevögel die Regie übernehmen: Wenn Dutzende von Sturmtauchern mit sperrangelweit geöffneten Schnäbeln in Fischschwärme hinein schießen, verwandelt sich der Atlantik selbst an spiegelglatten Tagen in eine tosende Waschmaschine. Getrieben von den Vögeln, drängen sich die Makrelen panisch zu einer Kugel zusammen. Von allen Seiten schießen Delfine heran, um ihren Anteil an der Beute einzufordern. Im förmlich "kochenden" Wasser verlieren die Tiere all ihre Scheu und bieten beste Gelegenheiten für spektakuläre Weitwinkel-Aufnahmen. Regelmäßig tauchen auch Tunfische und sogar Marlins aus dem tiefen Blau auf und beteiligen sich an der Treibjagd.
So einfach wahre Traumeinstellungen unter solchen Bedingungen zu bewerkstelligen sind, so schwierig ist die Geschichte mit den dicken Brocken. Seit 1998 ist das Schnorcheln mit Walen ohne Sondergenehmigung verboten. Und die gibt es in der Regel nur für Biologen und Journalisten. Freilich kann einem niemand verbieten, das Unterwasser-Gehäuse vom Boot aus ins Wasser zu halten oder eine Pole-Cam zu benutzen. Gemessen an der Größe der Tiere kann sich das durchaus lohnen. Vorausgesetzt, der Wal bringt eine Spur Neugierde mit.
Pionierarbeit
Ein ganz legaler Heidenspaß ist dagegen das Schnorcheln mit Delfinen. Dafür werden von Land aus Herden ausgesucht, deren Verhalten auf einen Blickkontakt unter Wasser schließen lässt. Neben regulären Ausfahrten bietet Pico Sport Touren für Fotografen und Filmer und sogar spezielle Safaris für die ganze Familie an (mit Unterkunft). Solange die Kinder sicher mit der ABC-Ausrüstung umgehen und aus eigener Kraft zurück auf das Schlauchboot klettern können, steht der unvergesslichen Tuchfühlung mit den Delfinen höchstens ausgesprochenes Pech mit dem Wetter im Wege. Zugegeben: In der Wetterküche Azoren können zwei Regentage am Stück auch im Sommer schon einmal vorkommen, weshalb die Einheimischen von "vier Jahreszeiten an einem Tag" sprechen. Sonst würde die traumhaft grüne Lava-Insel auch kaum wie eine schillernde Mischung aus Irland und Hawaii anmuten. Der Anblick des mächtigen Pico, mit 2351 Metern der höchste Berg Portugals, entschädigt locker für die geringe Anzahl der Strände auf der gleichnamigen Insel, zumal einige Gezeitenbecken sichere Badestellen bieten. An einigen Stellen ziehen sich begehbare Höhlen kilometerweit durch das poröse Lavagestein, und auch jenseits der Wasserlinie gibt es Höhlen, die auf Erkundung warten. Überhaupt ist die Küstenlinie unter Wasser für Überraschungen gut, weshalb der Tauchbetrieb bei Pico Sport auch beständig ausgebaut wird. So wird derzeit im südlichen Küstenort Lajes eine zweite Basisstation errichtet, die auch mit einer Nitrox-Anlage aufwarten soll.







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