WIRODIVE Tauchreisen und Tauchsafaris

SharkSchool™ - Reisebericht

1 Woche Shark-School Grand Cay und 1 Woche Dolphin Dream

Carola Röseler, 01.05.-18.05.2010

Da wir (Carola & Claus) unbedingt endlich Tigerhaie sehen wollten, entschlossen wir uns zu dieser Reise. Zuerst eine Woche Sharkschool mit Dr. Erich Ritter, um unsere Kenntnisse von den Haien zu vertiefen, und dann, auch mit Erich, eine Woche Tauchkreuzfahrt zu den Bahama Banks auf der Dolphin Dream.

Es gab diverse Flugoptionen, um über Miami nach Freeport auf den Bahamas zu kommen. Wir haben uns für die Variante Lufthansa ab Frankfurt nach Miami entschieden. Unser Flug mit LH von FFM nach Miami war super (wir hatten wieder ein Upgrade in die Business Class!!!). (Wenn wir die Unterlagen allerdings vorher genauer gelesen hätten, wären wir auch wieder von Miami zurückgeflogen und nicht von West Palm Beach über NY nach FFM - da gibt es ja diesen Zug….) In Miami hatten wir 2 Std. Zeit für den Umstieg zum Flug mit American Eagle nach Freeport, knapp aber machbar. Allerdings war dann unser komplettes Gepäck nicht mit uns in Freeport angekommen! Wir fuhren dann mit dem Taxi in unser Hotel. Nachts um halb 11 kam dann unser ganzes Gepäck. Wir hatten für den nächsten Morgen um halb 7 an der Rezeption ein Taxi zum Domestic Airport bestellt, von dort ging es weiter nach Walkers Cay.

Die Weiterreise nach Walkers Cay war interessant und easy, ich durfte neben dem Piloten sitzen in der 6-sitzigen Maschine, Flugzeit ca. 25 Min. In Walkers Cay wurden wir dann von Dr. Erich Ritter persönlich abgeholt und mit dem Tauch-Boot nach Grand Cay gebracht, Fahrtzeit ca. 30 Min. Grand Cay hat uns sehr gut gefallen, irgendwie hat die Insel den Charme der alten Flipper-Filme von damals. Unsere Unterkunft bei "Rosie" war prima. Unsere Mahlzeiten Frühstück und Abendessen nahmen wir im angeschlossenen Restaurant ein. Wer wollte, konnte jeden Abend Lobster essen, ansonsten gab es Fisch, Huhn und die berühmte Conch-Muschel, die allerdings paniert serviert wurde, was nicht so unser Geschmack war.

Die Tauchtage waren spannend, die Haie allgegenwärtig. Super waren auch die Schnorchel-TG am Nachmittag. Was uns besonders gut gefiel: Treffpunkt war morgens erst um 9.30h an der Sharkschool, dann Tauchsachen fertig machen, Boot beladen und um 10.00h fuhren wir los. Fahrtzeit ca. 30 Minuten zum Tauchplatz. Da dieser nicht allzu tief (10-12 m) war, konnte, wer wollte, auch viel länger als die sonst üblichen 60 Minuten unten bleiben. Anschliessend fuhren wir nach Walkers Cay, wo dann die Schwarzspitzen- und Karibischen Riffhaie mit Ködern angelockt wurden und wir dann mit ihnen schnorchelten. Ein absolut phantastisches Erlebnis! Ich bin ja Haien noch nie so nah gekommen (bzw. sie mir).

Ich hatte auch einen Favoriten (Karibu - Name stammt von Erich) dieser Hai hatte mich ins Herz geschlossen und ich ihn (sie, ist ja ein Mädchen!) Habe ganz tolle Aufnahmen von ihr gemacht. Einmal kam Karibu ganz nah zu mir und schwamm so dicht an mir vorbei, dass ihr gesamter Körper an meinem Körper entlang streifte! Unglaubliche Erlebnisse.

Bahamas
Bahamas
Gegen 14.00h waren wir dann wieder an der Basis, dann schnell Boot ausräumen und zurück zum Bungalow, wo man den Nachmittag nach eigenem Geschmack verbringen konnte. Um 17.00h trafen wir uns dann alle wieder zum Workshop mit Erich. Diese 2 Stunden vergingen abends wie im Flug, denn es war hochinteressant, ihm zu lauschen. Wir haben sehr viel Neues über Haie gelernt, aber auch festgestellt, dass einiges schlichtweg falsch ist, was man bisher meinte, über Haie zu wissen.

Die Woche auf Grand Cay war dann leider viel zu schnell zu Ende und wir starteten wieder nach Freeport Richtung Dolphin Dream, die ja w/ des Island Vulkans, der mal wieder ein bisschen gespuckt hatte, 12 Stunden Verspätung hatte. Aber für uns war das eine Supersache, wir hatten einen ganzen Tag Zeit, um Freeport unsicher zu machen. Freeport war klasse, Shoppen, Essen gehen, und am Nachmittag in einer Bar einige "Bahama Mamas" zu trinken, einer Sängerin zu lauschen und sogar ein bisschen zu Tanzen auf dem Marktplatz.

Abends gingen wir dann an Bord der Dolphin Dream. Wir waren doch angenehm überrascht vom Schiff, wir hatten sogar die größte Kabine bekommen. Allerdings sollte Scott in dieser Kabine auch mal ein paar Regale anbringen, Platz dafür ist ja da, man muss alles auf dem Boden lagern. Und ein Minuspunkt ist, dass es keine Handtücher gibt, Bettdecken hat er ja auch noch auf Lager. Ansonsten alles großzügig auf dem Schiff, das mit den 2 Bädern hatte auch gut geklappt, wir hatten ja erst die Befürchtung, dass man dann ewig warten muss, bis wieder eines frei ist. Essen war auch reichlich und gut. Die Besatzung sehr hilfsbereit und nett. Zuerst fand ich es ja ein bisschen seltsam, dass es an den Kabinen keine Türen, sondern nur Vorhänge gibt, aber es war kein Problem.

Am Nachmittag zwischen den Tauchgängen fand jeweils der Sharkschool-Workshop mit Erich statt.

Die Tauchgänge an den Bahamas Banks sind ja wirklich easy in 7m Wassertiefe. Sonst müht man sich in der Strömung und in der Tiefe ab, um Haie zu sehen, und in den Bahama Banks - einfach unglaublich. Die Zitronenhaie sehen sehr imposant und "gefährlich" aus. Wir hatten pro TG bestimmt 10-20 von ihnen, sie wurden immer zutraulicher und kamen immer näher, man konnte sie sogar anfassen. …und dann die TIGER-Haie. Es war so toll. Mehrere TG mit Tiger-Haien. Es waren sogar teilweise 2 gleichzeitig da. Und sie blieben dann auch gleich für den ganzen Tauchgang da. Ich habe sogar mal einen gestreichelt!!

Bahamas
Bahamas
Ein weiteres Highlight auf der Dolphin Dream war "Schnorcheln mit Delphinen" und Tauchgänge an einem Riff, wo es auch von Karibischen Riffhaien nur so wimmelte.

Fazit: Wir haben die Reise w/ der Tiger-Haie unternommen, und die Erwartungen wurden übertroffen! Dies waren eine der schönsten Tauchferien - und wir haben auch schon "ein bisschen was" gesehen. Ich hatte vor ca. 2 Jahren Bilder gesehen, die von Tigerbeach stammten und ich wusste, da will ich hin!! Aber man kann ja vorher nie wissen, sind die Haie da, wie wird das Wetter sein etc.? Denn die Natur ist unberechenbar.

Reisebericht und Fotos von Carola Röseler