WIRODIVE Tauchreisen und Tauchsafaris
Hammerhai-Tauchen bei der Insel Malpelo - Kolumbien
1000 Hammerhaie auf einmal!

Die zu Kolumbien gehörende Insel Malpelo und die ihr vorgelagerten kleinen Felsen zählen in Taucherkreisen zu den besten Tauchgründen der Welt - und haben sich diesen Status nicht nur aus der Tatsache heraus verdient, dass man Malpelo nur mit Tauchsafaribooten erreichen und betauchen kann. Der Fischreichtum der Insel - vor allem an Haien - sucht seines Gleichen!
Malpelo ist die einzige Erhebung einer unterseeischen Vulkankette, die sich von Nordosten in Richtung Südwesten über eine Länge von rund 300 Kilometern erstreckt. Die Malpelokette ragt aus Tiefen von über 4000 Metern auf und durchbricht nur hier die Wasseroberfläche, um sich als kleiner isolierter Felsen zu präsentieren.
Hoch oben auf einem flachen und kargen Plateau ist eine kleine kolumbianische Einheit stationiert, die den für Kolumbien strategischen Punkt sichert, sowie gegen den illegalen Haifang vorgehen und darüber hinaus auch weitere Fischarten schützen soll. 1995 erklärte die kolumbianische Regierung Malpelo zu einem Meeresschutzgebiet. 2006 wurde es als Santuario de Fauna y Flora Malpelo in die Liste des UNESCO-Weltnaturerbes aufgenommen.


Die Unterwasserwelt von Malpelo wird nicht nur durch die extreme Isolation sondern auch durch die Lage und damit verbundenen verschiedenen Unterwasserströmungen stark beeinflusst: Dieses Phänomen formt eine im Pazifik einzigartige Vielfalt mit immer wieder neuen Überraschungen. Malpelo steht am Anfang seiner Erkundung und ist noch lange nicht "abgetaucht". Das spezielle Interesse gilt auf Malpelo wie auf Cocos den unbeschreiblich üppigen Hammerhaivorkommen: In Schwärmen mit oft über 1000 Tieren umrunden diese graziösen und wunderlich anzusehenden Räuber die Insel. Wer einmal das Glück hatte, einen dieser gewaltigen Schwärme zu sehen, wird immer wieder nach Malpelo oder Cocos zurückkehren!



So ungewöhnlich und einzigartig wie die Fauna ist auch das Wetter rund um Malpelo: Das ganze Jahr über sind die Tage rund um das felsige Eiland geprägt von feuchttropischem Klima mit regelmäßigen, oft starken Regenfällen und meist sehr hoher Luftfeuchtigkeit. Die Lufttemperatur beträgt das ganze Jahr über rund 25° Celsius.
Unter Wasser gleichen die Temperaturen aufgrund den hier vorherrschenden Strömungen eher Mittelmeerverhältnissen mit rund 25° Celsius an der Wasseroberfläche und einer klar ausgeprägten Sprungschicht in rund 20 Metern Tiefe, unterhalb derer die Temperatur meist nur 17 - 18° Celsius beträgt. Ein 7mm Anzug ist angebracht.
Die beste Reisezeit ist von März bis Anfang August. Die Sichtweiten erreichen in diesem Zeitpraum locker bis 30 m. Die Nordwinde enden Anfang Mai, die ruhigste Zeit auf dem Meer ist im Mai, Juni und Juli. Diese drei Monate sind auch die allerbesten was Sichtweiten, Hammerhai- und Seidenhaischulen betrifft.
Im August sind die Seidenhaie nur noch zu Anfang da, danach migrieren sie weiter nach draussen ins offene Meer. Dezember, Januar und Februar koennen vom Wellengang her extrem rau werden, ganz besonders der Dezember. Diese Monate sind somit wettertechnisch nur bedingt empfehlenswert - können jedoch auch extremes Fischaufkommen darstellen. Generell empfehlen wir einen 5mm- oder 7mm-Anzug für dieses spektakuläre Tauchziel.
Fotos: Eric Chen, Christiano Paoli





