WIRODIVE Tauchreisen und Tauchsafaris

Die Divers Heaven Fleet - Reisebericht

Daedalus-Rocky-Zabargad mit der Heaven Freedom

Sabine Wolter, Oktober 2009

heaven Freedom

Die Tauchsafari auf der Heaven Fleet Freedom war insgesamt unbeschreiblich schön. Aber fange ich von vorn an. Der Hinflug hat super geklappt. Nur in Marsa Alam wurde ich noch nicht erwartet und ich musste mich etwas durchwurschteln, bis ich meine Visamarke und meinen Bus zum Hafen gefunden hatte. Aber nachdem ich vom Management von Heaven Fleet in Empfang genommen wurde, war alles Bestens, bis auf dass keiner nach meinem Rückflugticket gefragt hatte. Aber dazu später mehr.

Die Flugzeit war genial, da ich gleich direkt nach der Landung zum Boot gebracht wurde. Wie sich schnell herausstellte, waren wir ein buntes und vor allem lustiges Tauchergemisch. Unser Tourguide Wolfgang (Österreicher) nahm uns mit seinem offenen und freundlichen Charme in Empfang.

Auch wenn 2 männliche Gäste zu viel an Bord waren (durch Umlegung von einem anderen Boot), habe ich sogar eine Kabine auf dem obersten Deck für mich allein bekommen.

Die Verpflegung begann schon am ersten Abend vom Feinsten. Es gab zartestes Filetsteak und die Raffinesse sollte sich sogar noch steigern. So habe ich trotz Teilnahme an allen 20 Tauchgängen 4 kg zugenommen. Es gab jeden Tag frisches Obst, manchmal sogar mundgerecht filetiert. Nicht zu vergessen ist auch der tägliche frische Kuchen zur Kaffeezeit und die mindestens 3-Gang-Menüs am Abend. Am Abschlussabend gab es dann ein 4-Gang-Menü für ganz verwöhnte Geschmacksnerven der ägyptischen Küche. Ein extra Lob an die Verpflegungsplaner und Vorbereiter muss hier einfach erwähnt werden.

Taucherübersicht.jpg
Das Boot wurde in einem extra Briefing gut erklärt und auf Grund der guten Konzeption schon beim Bau wurde an eigentlich alle Tauchurlaubswünsche gedacht. Auch die Sicherheit wird bei Heaven Fleet großgeschrieben. Dass die Rauchmelder funktionierten, habe ich 2 x am eigenen Leib erfahren. Der Wind (leichteste Briese) war am Morgen so, dass der Qualm der Raucher auf dem Sonnendeck die Rauchmelder der 2 Kabinen ganz oben zum Auslösen brachte. Da war kein Weckdienst mehr nötig! Es wurde dann gelästert, was wohl in den Kabinen los war.

Wolfgang war ein sehr umsichtiger und für viele Fragen offener Tourguide. Gut fand ich sein tägliches Resümee, wo man seinen Dank und seine Wünsche äußern konnte. Er hat sich nicht nur auf unsere Besonderheiten bei den Tauchplatzwünschen eingelassen, sondern auch auf körperliche Besonderheiten einer mitreisenden Taucherin eingestellt, die schlecht auf das Zodiak kam. Bei der Absprache der gesamten Route hat er uns bei den Entscheidungen, wo es als nächstes hingehen könnte, bestens beraten. Im Nachhinein ist es auch richtig gewesen, nicht ganz in den Süden zu fahren, und dort mit bis zu 25 Booten Schlange zu stehen, um einen Tauchgang machen zu können. So hatte ein Taucher sogar einen Sprung ins „Graue“. Denn ein Taucher hat beim Sprung von der großzügigen Plattform genau einen Longimanus getroffen. Der Hai war darüber nicht so erfreut und der Taucher, der recht kräftig war, hat sich dann versucht hinter der Schraube vom Zodiak zu verstecken. Beim nächsten Tauchgang hat unser „Longimanushüpfer“ auch den Tauchanzug gewechselt, damit er nicht als Übeltäter erkannt wird!

Steinfisch
Langnasenbüschelbarsch
Bei den Tauchgängen hatten wir immer etwas Tolles vor unseren Fotolinsen. Auch wenn es nicht die Hammerhaischule und das Dugong war, gab es nie lange Weile. Neben kleinen Schnecken, Seenadeln und Babyfischen gab es Schiffshalter, die ihren Wirt wechseln wollten, auch Steinfische. Beim Nachttauchgang war sogar ein Steinfisch im Sand versteckt. Er wurde aber trotzdem von uns entdeckt. Tintenfische waren auch nicht vor uns sicher und sie zeigten ihr Können der Tarnung. Ich war besonders von dem Longimanus inspiriert, der regelmäßig zum Essen unser Boot umkreist hat. Er wurde somit in unseren Tauchrhythmus eingeplant und in die Anwesenheitsliste mit aufgenommen. Nicht zu vergessen sind auch die riesigen und schönen Schildkröten auf der Seegraswiese, die sich nicht durch uns haben stören lassen.

Bei den Überfahrten über das Rote Meer, was für Taucher ideal glatt wie ein Ententeich war, durfte man sich sogar als Kapitän probieren. Als ich es als Erste wagte, fragten andere Gäste nach, warum das Boot „etwas“ Zickzack fährt. Aber als dann bewiesen werden sollte, dass man es besser kann, wurde die Schwierigkeit erkannt, die beim Steuern eines so großen Bootes vorhanden ist. Denn die Trägheit und die Strömungen im Wasser sind nicht zu unterschätzen!

Unser Mut, das Boot zu steuern wurde dann sogar von mehreren Delfinen belohnt, die unser Boot zeitweise begleiteten.

Tourguide Wolfgang
Abschiedsessen
Es war einfach eine gelungene, interessante und stressfreie Tauchsafari mit viel Komfort und Service.

Ich hatte sogar die Möglichkeit, mit einem der Manager vor Ort zu reden und meine Anlaufschwierigkeiten kund zu tun, damit es den nächsten Gästen nicht genauso ergeht.

Ich bin dann auch ohne extra Rückbestätigung meines Fluges planmäßig wieder nach Leipzig zurückgekommen. Es wurde zwar mein Zettel ungewöhnlicher weise am Check in behalten. Aber es hat alles prima geklappt und ich bin bei kaltem verregnetem Wetter in Leipzig gelandet.

Wie man sicherlich merkt, bin ich insgesamt noch voll begeistert und bin mir sicher, wieder mit Heaven Fleet auf Tauchsafari zu gehen.

Dies soll es erst mal für heute sein und ich habe auch einige Bilder im Anhang beigefügt, um meinen Bericht zu untermalen.

Die ganze Reisevorbereitung und die Auswahl Ihrer Partner zeugt von sorgfältigen Recherchen und der Sachkenntnis die ein Taucherherz nur begeistern kann.

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