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Coiba Nationalpark + Golf von Chiriqui (Panama)

Coiba Nationalpark, Panama

Karte Coiba Nationalpark
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Der Nationalpark Coiba, im Spanischen Parque Nacional Coiba, liegt an der Pazifikküste Panamas im Golf von Chiriquí und ist nach der gleichnamigen Insel benannt, die Teil des Nationalparks ist. Verwaltungstechnisch gehört er zu den Provinzen Veraguas und Chiriquí. Insgesamt umfasst der Nationalpark eine Fläche von 2.701 km² mit weiteren 38 kleineren Inseln und ein größeres Gebiet des Pazifiks, in dem sich unter anderem ein großes Korallenriff befindet.

Üppig grüner Regenwald bedeckt die Insel Coiba, Mangroven säumen die Ufer und unter Wasser erstreckt sich das größte Korallenriffsystem des Zentralpazifiks. Trotz der paradiesischen Schönheit sorgte der Name "Coiba" in Panama für Angst und Schrecken: Die Insel war fast 100 Jahre lang eine Strafkolonie für Verbrecher und politische Gefangene. Doch jetzt verwandelt sich Panamas Gefängniskolonie langsam in einen der weltweit größten Unterwasser-Naturparks.

Zwölf Meilen vor der Küste liegt das Paradies, das 1918 von der Regierung Panamas zur Hölle auf Erden umfunktioniert wurde. Giftschlangen, Krokodile und gewalttätige Mitgefangene - hier schlossen sich die Sträflinge nachts selber ein, um sicher zu sein. In den 70ern und 80ern saßen auf Coiba über 3.000 Straftäter ein. Erst im Juli 2004 wurden die letzten Gefangenen von der größten unbewohnten Insel Südamerikas evakuiert.

Coiba Nationalpark, Panama
Coiba Nationalpark, Panama
Fast 100 Jahre lang war die Gefängnisinsel für alle anderen tabu. Und das hat die Natur vor störenden Eingriffen bewahrt. Heute zählt Coiba zu einem der wenigen heilen Naturparadiese: Der Regenwald ist weitgehend intakt, und die planktonreichen Fischgründe ernähren eine Vielzahl von Meerestieren. Delfine, Wale, Meeresschildkröten, Haie, Mantas, Thunfische - sie alle ziehen hier Ihre Kinder groß. Doch nicht nur unter Wasser bietet Coiba ein faszinierendes Ökosystem. Bislang sind sechs Säugetierarten entdeckt worden, 146 Vogelarten und 40 Amphibien- und Reptilienarten. Zu den Säugetieren gehören der Goldhase und der Brüllaffe. Coiba ist der einzige Platz in Panama, wo der bedrohte Aracangas (Ara Macao) noch in größerer Zahl zu sehen ist. Die ökologische Bedeutung der Insel hat die Organisation INRENARE schon in den 90ern erkannt: 1992 wurde der Coiba National Park gegründet. Heute zählt er mit über 2.700 Quadratkilometern zu den größten Unterwasserparks der Welt und gilt als einer der größten maritimen Nationalparks weltweit. Seit 2005 wird er von der UNESCO als Weltnaturerbe geführt.

Der Nationalpark Coiba umfasst neben der Hauptinsel die Inseln Rancheria, Jicaron, Jicarita, Afuerita, Canal de Afuera, Uvas, Contreras, Pajaros und Brincanco. Nur wenige Kilometer vor Coiba´s Westküste, bei Hannibal Bank und Jicaron, fällt der Meeresgrund auf mehrere tausend Meter Tiefe ab und bedingt durch das Zusammentreffen verschiedener Meeresströmungen, findet man um Coiba eine unglaubliche Anzahl an Fischen und anderer Meereslebewesen. Coiba ist dem Marineschutzkorridor "East Tropical Pacific" angegliedert, dem die 5 Nationalparks Cocos, Galapagos, Malpelo, Gorgona in Kolumbien und Coiba angehören.

Coiba Nationalpark, Panama
Coiba Nationalpark, Panama
Begegnungen mit Weißspitzenriffhaien, Rochen und Schildkröten sind die Regel, sowie mit Schulen von Doktor-, Falter-, und Kaiserfischen, Barracudas, Fledermausfischen, Makrelen und Thunfischen. Sichtungen von Orcas, Pilotwalen, Delfinen, Tiger-, Hammer-, Bullen- und Walhaien sind ebenso möglich. Und zu gewissen Zeiten (hauptsächlich von Juli bis September) schauen regelmäßig Buckelwale vorbei, um ihrem Nachwuchs das Tauchen beibringen. Tauchen um Coiba kann wirklich als spektakulär bezeichnet werden und wird oft mit dem Tauchen in Galapagos und den Cocos Inseln von Costa Rica verglichen. Der Lonely Planet Reiseführer für Panama erklärt das Tauchen im Nationalpark als das beste zwischen Mexico und Kolumbien.

Tauchsafaris Coiba-Nationalpark

Bitte beachten:
  • Es besteht kein Anspruch auf Preisminderung bei Änderungen des Reiseablaufs/der Reisetage und der gefahrenen Route seitens des Veranstalters vor Ort, die durch Regelungen der lokalen Behörden/Regierungen bedingt werden oder durch Entscheidungen des Kapitäns auf Grund von Naturkatastrophen, Wetterbedingungen, Tauchunfällen oder anderweitiger höherer Gewalt.

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Fotos: Eric Chen, Christiano Paoli